Drogen- und Suchtprävention

Schulinterne Lehrerfortbildung zu den Suchtpräventionsseminaren der Jgst.8

Begleitend zu den Suchtseminaren für die Jgst. 8  erfuhren 9 Kollegen und Kolleginnen, die in den 8. Klassen unterrichten, von Suchtkrankenpflegerin und Präventionsexpertin Gabriele Brandenburg von der Suchtklinik Warstein (rechts stehend) und Kornelia Witt (Bild links vorne) vom Kreisgesundheitsamt Soest vieles, was sie bisher nicht wussten, u.a.:

  • Wie die tägliche Spannungskurve bei einem Menschen mit Drogenkonsum im Vergleich zu einem Menschen ohne Suchtmitteleinnahme verläuft?
  • Woran  man einen Menschen, der unter Entzugserscheinungen leidet, erkennt?
  • Die Pupillengröße gibt Hinweise auf einen möglichen Cannabiskonsum.
  • Eine Shisha bauen sich Jugendliche aus zwei Colaflaschen ganz leicht selber.
  • Schülerinnen und Schüler, die einem  auffallen, soll man ansprechen, nicht bedrängen, nicht beschuldigen, sondern ihnen zeigen, dass man für ihre Probleme und Sorgen offen ist.
  • Wenn ein junger Mensch konkrete Suchtsymptome zeigt, sind Hilfe und Unterstützung notwendig.
  • Bei Hinweisen darauf, dass gedealt wird, ist die Polizei einzuschalten.

Eine große Gefahr besteht darin – so die Referentinnen – , dass Schülerinnen und Schüler zunehmend Aufputschmittel einnehmen, um leistungsfähig zu sein. Hier sahen die anwesenden Lehrerinnen und Lehrer auch Handlungsbedarf für sich, dass der Stress, dem Schüler ausgesetzt sind, nicht überhand nehmen darf.

Bei einer abschließenden Übung galt es, einen schmalen Reifen auf dem Zeigefinger balancierend gemeinsam auf dem Boden abzulegen. Gar nicht so einfach, wie alle feststellten  und so auf verblüffend einfache Art und Weise die Prozesse der Gruppendynamik „am eigenen Leib“ erproben konnten.

Suchtprävention Lehrerfortbildung_1

Suchtprävention Lehrerfortbildung_2

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Tief berührt und sehr nachdenklich reagierten die Mädchen und Jungen des Städtischen Gymnasiums auf die Gespräche mit den Patienten der Suchtklinik Warstein, die im Zusammenhang mit den  Präventionsseminaren in die Schule gekommen waren.

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Mit einem neuen Konzept auf der Grundlage der Zusammenarbeit mit der LWL-Klinik für Sucht in Warstein und unterstützt durch das Kreisgesundheitsamt gestaltete das Gymnasium in den ersten Monaten des neuen Schuljahres die Suchtpräventionsarbeit für die Jgst.8.

Den Auftakt dieser Veranstaltungsreihe bildete der Vortrag für die Eltern der Jgst.8 von Dr. Isabell Englert, Oberärztin der LWL-Klinik für Sucht in Warstein, und Kornelia Witt, Suchtprophylaxefachkraft des Kreisgesundheitsamtes. Die beiden Referentinnen schärften das Bewusstsein der Eltern für süchtiges Verhalten durch Diskussion verschiedener alltäglicher Situationen, z.B.: „Ist der Konsum  einer Flasche Bier jeden Abend schon als Sucht zu bezeichnen?“  Vorgestellt wurde u.a. auch das neuen Mittel „Spice“, das zur Zeit noch legal erworben werden kann, aber als hochgefährlich einzustufen ist. Dr. Englert erläuterte auf sehr eindrucksvolle Weise aus medizinischer Sicht die Prozesse und die Wirkung von Drogen im Gehirn. Dabei war es ihr besonders wichtig zu verdeutlichen, dass Heranwachsende mit den vielfältigen Problemen der Pubertät besonders intensiv auf vermeintliche „Glücksbringer“ ansprechen.

Im Mittelpunkt standen die eintägigen Seminartage, die die speziell ausgebildeten  Suchtkrankenpflegerinnen Petra Löbb und Gabriele Brandenburg von der Suchtklinik Warstein mit je einer Klasse an einem Schulvormittag durchführten und an denen auch Patienten der Klinik teilnahmen.

Hier spielten Gesprächsrunden eine wichtige Rolle, in denen es um Kenntnisse und Erfahrungen der SchülerInnen mit dem Thema Sucht und Drogen ging. In Spielen und speziellen Trainings sammelten die SchülerInnen Erfahrungen mit  eigenen Empfindungen, Schwächen und Stärken. Dabei galt für den ganzen Vormittag die Devise „Lehrer bleiben draußen“, so dass eine vertrauensvolle Atmosphäre und ein offener Austausch zwischen der Klasse und den beiden Expertinnen entstehen konnte.

Tief berührt und sehr nachdenklich zeigten sich die meisten SchülerInnen von den Gesprächen mit den Patienten der Drogenklinik. die an diesen Vormittagen in die Schule kamen und mit den Klassen über ihre eigene Lebens- und Suchtgeschichte sprachen. Wenige Tage nach den Seminaren besuchten  die beiden Referentinnen der Schülerseminare dann noch einmal  jede der vier 8. Klassen zu einer Nachbesprechung und Nachbereitung der gewonnenen Erfahrungen.

Im Rahmen einer Fortbildung für die LehrerInnen der 8. Jgst. des Gymnasiums hatten die Präventionsexpertinnen Gabriele Brandenburg und Kornelia Witt  zuvor über neueste Literatur und Unterrichtsangeregungen für die vor- und  nachbereitende Arbeit in den Klassen informiert.

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