Das Städtische Gymnasium Erwitte ist eine mittelgroße weiterführende Schule in ländlichem Einzugsbereich. Hervorgegangen aus einer Rektoratsschule, gegründet 1865, blickt unsere Schule heute bereits auf eine über 140-jährige Tradition zurück.
Das Gymnasium liegt verkehrsgünstig und verkehrssicher im Schulzentrum der Stadt Erwitte. Die Schulbusse halten in unmittelbarer Nähe der Schule. Gut aufeinander abgestimmte Fahrpläne sorgen dafür, dass der Zeitaufwand für die Fahrschüler nicht zu groß ist und dass sie nach Schulschluss ohne lange Wartezeiten wieder nach Hause fahren können.
Seit 2010 ist unser Gymnasium eine Bildungseinrichtung im „Gebundenen Ganztag“.
Was bedeutet „Gebundener Ganztag“ ?
- Verlässlich Schule von 8:05 bis 15:30 Uhr (mo,mi,do) bzw. bis 13:15 Uhr (di, fr).
- An Tagen mit Nachmittagsunterricht eine Mittagspause von 45 Minuten (nach 5. oder 6, Std.) mit der Möglichkeit eines ernährungsphysiologisch hochwertigen Mittagessens so wie differenzierter Angebote zu individueller Entspannung.
- „Soziales Lernen“ als Unterrichtsfach.
- „Förderband“ und „Freiarbeit“ als ergänzende Unterrichtsformen zu Individueller Förderung in den Kernfächern,
- Möglichkeit zu eigenständigem vertiefenden Arbeiten unter Aufsicht im Selbstlernzentrum, AGs aus Naturwissenschaften, Sport, dem musischen Bereich, Verkehrserziehung und betreute Lernzeit.
- Bei Bedarf individuelle Unterstützung durch unserer Schul-Sozialarbeiterin,
- weitgehender Verzicht auf Hausaufgaben, also verlässlich verfügbare Freizeit nach der Schule für Sportverein, Musikschule usw.
- Entschleunigung des Schultages durch Doppelstunden-Modell mit der Folge einer Reduzierung der Fächervielfalt an einem Schultag, Konzentration auf einzelne Fächer und Installierung von Übungs- und Trainingsphasen auch im Vormittag.
Was spricht für den „Gebundenen Ganztag“ ?
Die Entscheidung für den „Gebundenen Ganztag“ orientiert sich an den bildungspolitischen Gegebenheiten und ist für uns in keiner Weise ideologisch geleitet. Folgende Faktoren spielen dabei eine Rolle:
- Durch die Ausdehnung der Stundentafeln auf 32 – 34 Wochenstunden Unterricht gibt es für die Sekundarstufe I keinen „Halbtag“ im klassischen Sinne mehr.
- Die Neukonzeptionierung trägt dem geänderten Bewusstsein der Rolle von Schule in unserer Gesellschaft Rechnung und erhöht durch längere Verweildauer mit Übungsphasen in Schule die Chancengleichheit.
- Der Schulträger, die Stadt Erwitte, hat durch erhebliche finanzielle Anstrengung mit der Errichtung von Aula, Mensa und Selbstlernzentrum frühzeitig dafür gesorgt, dass unser Gymnasium im Unterschied zu vielen anderen Schulen in NRW über optimale „Hardware“ verfügt.
- Nur im „Gebundenen Ganztag“ erhalten wir für die zu leistenden Aufgaben in den Bereichen Individuelle Förderung, Mittagessen und Hausaufgaben-Betreuung die personellen und materiellen Ressourcen, welche für diese Maßnahmen notwendig sind.
- Der pädagogische Mehrwert ist durch institutionalisierte Übungsstunden, AGs und Schulaufgabenbetreuung erheblich.
- Der zeitliche Mehraufwand zur gegenwärtigen Unterrichtssituation ist minimal; er beträgt in der Woche 90 – 180 Minuten.
- Wir positionieren unsere Schule im Hinblick auf anstehende demografische Änderungen und daraus resultierende Entwicklungen der Schullandschaft zukunftsorientiert.
Der Pflicht- und Ergänzungsunterricht nach Stundentafel belegt je nach Jahrgang 32 – 34 von 36 Wochenstunden. Die restlichen 2 bis 4 Wochenstunden werden durch Betreuungs- und Beschäftigungsangebote gefüllt. Während der Mittagpause stehen neben der Mensa Ruhe- und Bewegungsräume zur Verfügung.
Betreuungs- und Beschäftigungsangebote
Neben dem Pflicht-Unterricht nach Stundentafel finden sich folgende Betreuungs- bzw. Beschäftigungsangebote in diesen Organisationsformen:
- Mittagessen in der Mensa (hochwertige Kost zu günstigem Preis!)
- Beaufsichtigte Freiarbeit im Klassen- bzw. Kursverband
- Förderband-Arbeit in Kleingruppen
- Schulaufgaben-Betreuung in Gruppen bis zu 20 Schülern
- Individuelle Nachhilfe „Schüler helfen Schülern“
- AG-Angebote aus allen Aufgabenfeldern einschließlich Sport (bewegte Schule)
- Individual- und Gruppenberatung durch Sozialarbeiter und/oder Berufsberater
- „Streitschlichtung“ von Schülern für Schüler
- Selbstständiges Arbeiten im Selbstlernzentrum (SLZ)
- „Bücher-Stöbern“ in der Schülerbücherei
- „Chillen“ im Ruhebereich
Alle außerunterrichtlichen Maßnahmen verstehen sich als offene Angebote für die zwei bis vier nicht von Fachunterricht abgedeckten Wochenstunden. Der Zeitrahmen verbindlicher Anwesenheit wird von den jeweiligen Leitern/Aufsichten festgelegt.
Zuzüglich zu den Fach- und Klassenräumen können folgende Räume bzw. Einrichtungen benutzt werden:
- Cafeteria/Mensa mit hochtechnischer Cateringküche
- ein Selbstlernzentrum mit PC-Inseln und Bibliothek
- eine Schülerbücherei
- unsere Theater-Aula mit Foyer
- mindestens eine Sporthalle
- der Schüleraufenthaltsraum ‚OASE’
- und der SV-Raum.
Individuelle Förderung ist nach dem Schulgesetz NRW das leitende Prinzip jeder Form von Unterricht. Dies gilt für den Fachunterricht nach Stundentafel ebenso wie für andere Organisationsformen unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Angebote. Diese geschieht neben den Ergänzungsstunden vor allem im stark projektorientierten AG-Bereich. Wir bemühen uns hier um gezielte Förderung naturwissenschaftlicher Begabungen (Wettbewerbe), aber auch musischer (Chor, Orchester, Theater…), literarischer (kreatives Schreiben, Lesen) und sportlicher Kompetenzen.
Die in der Stundentafel enthaltenen Ergänzungsstunden werden zu einem großen Teil als diffe-renzierte Förderstunden in den Kernfächern für besonders leistungsstarke, aber auch leistungsschwache Schülerinnen und Schüler genutzt. Im Rahmen eines schulinternen Förderkonzepts haben wir für die Klassen 5 und 6 in Zusammenarbeit mit der Uni Münster eine systematische Rechtschreibkompetenz-Diagnose eingeführt. Die Beseitigung von festgestellten Defiziten kann dann in angebotenen Förderkursen erfolgen. Dort wird z.B. in Kleingruppen von max. 10 Schülern unter Mitwirkung von Eltern intensives Rechtschreib-Training betrieben.
Konzeptionell verankert ist die überschaubare Kleingruppe als Organisationsform im Förderband. Die Einrichtung von deutlich mehr Fördergruppen, als Parallel-Klassen in einem Jahrgang existieren, führt zu einer spürbaren Verringerung der Schülerzahl und damit zu einer effektiveren Förderung des Einzelnen. Kompetente Schulaufgabenbetreuung durch Fachlehrer, externe Hilfskräfte (ehemalige Kolleginnen/Kollegen, Eltern) oder Oberstufenschüler entlastet die Familien von bekannten Schulproblemen, schafft im Hinblick auf soziale Benachteiligung Chancengleichheit und garantiert eine weitgehend hausaufgabenfreie Freizeit nach der Schule.
Unser fachschaftsbegleitetes Projekt „Schüler helfen Schülern“ leistet gezielte Nachhilfe für schwache Schüler und stärkt in gleicher Weise Helfende wie Geholfene.
Freiarbeit als eine von Klasse 5 an in Ergänzungs- und Vertretungsstunden praktizierte Form selbstständigen Arbeitens mit konsequent angewendeter Selbst-Überprüfung fördert nicht nur die jeweiligen fachspezifischen Kompetenzen, sondern führt zu systematischer Steigerung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Sie bildet Voraussetzung und Grundlage für eigenver-antwortliches Arbeiten (EVA) in der Oberstufe bzw. in unserem Selbstlernzentrum.
Die Förderung sozialer Kompetenzen stellt ein weiteres Hauptanliegen unserer pädagogischen Arbeit dar. Neben den gezielten Trainings-Angeboten unserer Schulsozialarbeiterin, die sich auf die Ausbildung von Teamfähigkeit, persönlicher Stärke und Konfliktfähigkeit beziehen, verfolgt das didaktisch-methodische Konzept des gesamten außerunterrichtlichen Angebots konsequent den Gedanken der Teambildung und fördert damit die Fähigkeit unserer Schüler, ihre Begabungen in einer Gemeinschaft und für die Gemeinschaft einzubringen. Teamarbeit in gemeinsamen Projekten, das Einüben sozialer Verantwortung in Mentorenprogramm, SV-Arbeit so wie Sozialprojekten und eine Öffnung der Schule nach außen im AG-Bereich, aber auch jährlich stattfindende Tage religiöser Orientierung schärfen den Blick für den Mitmenschen und gesellschaftliche Verantwortung.
Besonderes Augenmerk legen wir auf eine beratende Funktion unserer Schule für Schüler und Eltern in Problem- und Konfliktsituationen. So finden bei Bedarf zielgruppenorientierte Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu Themen wie Lernstörungen, Essstörungen, Werteerziehung u.ä. statt. Die Präventionsarbeit gegen Sucht und Drogenmissbrauch ist seit Jahren auf Schüler- und Elternebene mit verschiedenen Veranstaltungsformen ebenso institutionalisiert wie Beratungen zum richtigen Lernen. Mehrere Projekte dienen der Erziehung zur gewaltfreien Konfliktregelung: z. B. Selbstbehauptungstraining für Mädchen und Jungen, Übungen zum Konfliktverhalten in der Unterstufe und Streitschlichtung durch Mitschüler.
In der Oberstufe garantiert eine seit mehr als 20 Jahren bewährte Kooperation mit dem Gymnasium Antonianum in Geseke ein breites und an den Wünschen der Schüler orientiertes Fächerangebot in Grund- und Leistungskursen, da auf diese Weise auch Kurse eingerichtet werden können, welche sich für eine Schule allein nicht realisieren ließen. Hier ermöglichen wir eine Profilbildung in den Naturwissenschaften bzw. den Fremdsprachen.
Unser Lehrer-Kollegium besteht aus über 50 Lehrkräften, die mehr als 20 Fächer unterrichten. Es hat in den letzten Jahren eine starke Verjüngung erfahren, so dass zur Zeit eine nahezu ideale Mischung aus Erfahrungskompetenz und Innovationsbereitschaft festzustellen ist.
Als erste Fremdsprache wird ab Klasse 5 Englisch unterrichtet; die zweite Fremdsprache setzt bereits in Klasse 6 ein. Hier besteht die Wahlmöglichkeit zwischen Französisch und Latein. In Klasse 8 kann dann noch eine dritte Fremdsprache gewählt werden. In der Oberstufe bieten wir auch Italienisch und Spanisch als Fremdsprache an, was vor dem Hintergrund eines vereinten Europa ebenso sinnvoll erscheint wie internationale Schulpartnerschaften und Austausch-Kontakte mit Gymnasien in Frankreich, Rom und Prag.
Zu den Besonderheiten des Stundenplans gehört ein „moderates Doppelstunden-Modell“. Die ersten vier Stunden und die Nachmittagsstunden werden ausschließlich als Doppelstunden unterrichtet. Die Stunden 5 und 6 können – je nach Lage der Mittagspause – auch als Einzelstunden unterrichtet werden. Dieses Modell bietet daher die Möglichkeit, sowohl auf die unterschiedlichen Bedarfe der Fachgruppen einzugehen als auch die Mittagspause zur Essenausgabe flexibel zu gestalten: sie findet in der Regel nach der 6., bei entsprechender Essen-Nachfrage aber auch schon nach der 5. Stunde statt. In diesem Falle enthält der Nachmittag für betroffene Klassen drei Unterrichts- bzw. Betreuungsstunden.
Besonderes Augenmerk wird auf eine beratende Funktion der Schule für Schüler und Eltern in Konflikt- und Problemsituationen gelegt. So finden bei Bedarf zielgruppenorientierte Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu Themen wie Lernstörungen, Essstörungen, Werteerziehung u.ä. statt. Die Präventionsarbeit gegen Sucht und Drogenmissbrauch ist seit Jahren auf Schüler- und Elternebene mit verschiedenen Veranstaltungsformen fest institutionalisiert. Mehrere Projekte dienen der Erziehung zur gewaltfreien Konfliktregelung: Selbstbehauptungstraining für Mädchen und Jungen, Übungen zum Konfliktverhalten in der Unterstufe.
Die schulische Arbeit erfolgt in Kooperation sowohl mit der Elternschaft als auch mit den Grundschulen des Einzugsbereiches. Dies setzt intensive Kontakte voraus, welche am Städt. Gymnasium Erwitte in vielfältigen Organisationsformen eingerichtet worden sind. Wir freuen uns, dass unsere Elternschaft über die Mitarbeit in den Mitwirkungsgremien hinaus tatkräftig Projekte und Vorhaben mitgestaltet und somit aktiv am Schulleben teilnimmt.
Wünsche, die im Rahmen öffentlicher Budgetierung leider unerfüllt bleiben müssen, können seit Jahren durch die überaus großzügige Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Städt. Gymnasium Erwitte e.V. erfüllt werden. Bänke, Musikinstrumente, eine Musikanlage oder digitale Kameras seien hier stellvertretend genannt. Aber auch Großprojekte wie die anstehende Ausstattung des Selbstlernzentrums werden solidarisch unterstützt und gefördert. Eine Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein wird allen Eltern ans Herz gelegt! Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Fördervereins.